Elia Erhart 2018 - ADAC GT Masters

Fotocredit: GruppeC
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Elia Erhart startet 2018 gemeinsam mit Pierre Kaffer für das Team EFP by TECE

 

In der Saison 2018 wird Elia Erhart erneut einen Audi R8 LMS

in der ADAC GT Masters pilotieren. Auf den 29-jährigen Röttenbacher warten

dennoch einige Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. So wird Elia Erhart künftig für das Team EFP by TECE an den Start gehen und sich das Cockpit mit Audi-Sport-Fahrer Pierre Kaffer teilen.

„Ich freue mich schon riesig auf die neue Saison und das tolle Paket, das wir

in der Winterpause schnüren konnten. Das Projekt habe ich Ende des vergangenen Jahres gemeinsam mit meinem Rennfahrerkollegen Florian Spengler ausgearbeitet und ins Leben gerufen. So werden wir künftig mit dem Team EFP by TECE zwei neue Audi R8 LMS im ADAC GT Masters einsetzen und uns fahrerisch auf die beiden Autos verteilen. Während Florian zusammen mit Audi-Sport-Fahrer Dries Vanthoor an den Start gehen wird, bestreite ich die Saison gemeinsam mit seinem Kollegen

Pierre Kaffer“, erklärt Erhart.

Für den technischen Support der beiden Fahrzeuge konnte dabei die Holzer Firmengruppe als Dienstleister gewonnen werden. Seit über 35 Jahren ist das Unternehmen bereits erfolgreich an Entwicklungsarbeiten, Aufbau und Betreuung verschiedenster Rallye- und Rundstreckenfahrzeuge im Motorsport beteiligt. So flossen die neusten Firmenentwicklungen schon in Rennserien wie der DTM, FIA WEC und sogar der Formel-1 ein. Hier war man Entwicklungsteam für die mit spanischer Lizenz fahrende HRT-Mannschaft.

„Meiner Meinung nach haben wir mit diesem Gesamtpaket alle Voraussetzungen geschaffen, um eine erfolgreiche Saison bestreiten zu können. Ich möchte mich auf diesem Wege schon einmal recht herzlich bei allen Personen bedanken, die dabei geholfen haben, dieses Projekt zu verwirklichen. Das erste Auto ist bereits Ende Dezember an unser Team ausgeliefert worden, sodass wir die Zeit bis zum Saisonauftakt wirklich optimal zur Vorbereitung nutzen können. Und auch fahrerisch sind wir extrem gut aufgestellt. Mit Pierre habe ich einen sehr schnellen und zugleich erfahrenen Teamkollegen an meiner Seite, der schon in vielen verschiedenen Rennserien seine Erfolge feiern konnte. Ich bin überzeugt

davon, dass wir trotz der starken Konkurrenz im ADAC GT Masters einiges gemeinsam erreichen werden“, so Erhart weiter.

Das ADAC GT Masters umfasst in der Saison 2018 wieder sieben Rennwochenenden.Nach dem traditionellen Saisonauftakt in Oschersleben wird die „Liga der Supersportwagen“ in diesem Jahr erstmals im Autodrom Most (Tschechien) gastieren. Mit dem Red Bull Ring (Österreich) folgt ein weiteres Auslandsgastspiel, bevor es auf dem Nürburgring und in Zandvoort (Niederlande) weitergeht. Die letzten beiden Saisonstationen finden dann wieder auf deutschem Terrain statt. Hier stehen dann noch der Sachsenring sowie das große Finale in Hockenheim aus. Alle Saisonstationen des ADAC GT Masters werden wie gewohnt live im Free-TV vom Fernsehsender Sport1 übertragen.

Elia Erhart 2017 - ADAC GT Masters

© Gruppe C
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Elia Erhart: "Eine schwierige und lehrreiche Saison liegt hinter uns"

 

Mit den letzten beiden Läufen des ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring endete für Elia Erhart die Motorsportsaison 2017.

 

Gemeinsam mit seinem Team der Audi Sport racing academy hatte sich der Röttenbacher für das Finalwochenende noch einmal viel vorgenommen, doch trotz positiver Ansätze fehlte am Ende das nötige Rennglück.

 

Rückblickend betrachtet war es für Elia Erhart ein schwieriges, aber gleichzeitig auch ein äußerst lehrreiches Jahr. „Natürlich hätten wir uns über die Saison hinweg teamintern bessere Ergebnisse erhofft. Trotzdem muss ich sagen, dass ich in diesem Jahr wirklich viele neue Erfahrungen sammeln konnte und dafür sehr dankbar bin. Für mich ist dieser Faktor unheimlich wichtig, da es erst meine zweite Saison im ADAC GT Masters war. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei der Audi Sport racing academy sowie bei meinem Teamkollegen Chris Höher bedanken“, so Erhart.

 

Vor allem anhand des Samstagslaufes auf dem Hockenheimring wurde deutlich, dass das Rennglück in diesem Jahr nicht unbedingt auf Seiten von Elia Erhart war. So wurde der Audi-Pilot bereits kurz nach dem Start unverschuldet in einen Unfall verwickelt und musste sein Fahrzeug schon nach wenigen Metern abstellen.„Ich habe eigentlich einen sehr guten Start erwischt und konnte direkt ein paar Plätze gutmachen. Leider hat sich dann bei der Anfahrt auf die Parabolika ein Lamborghini gedreht und eine Kettenreaktion ausgelöst, da einige Fahrzeuge zum plötzlichen Abbremsen gezwungen waren. Das ist immer problematisch, wenn das Feld in der Anfangsphase noch so eng im Pulk beisammen ist. Wir waren auch mittendrin und haben uns in dieser Szene leider die Vorderrad Aufhängung gebrochen. Hoffentlich haben wir am Sonntag mehr Glück“, schilderte Erhart anschließend. Nachdem man das Fahrzeug im ersten Rennen am Samstag also bereits frühzeitig abstellen musste, wollte man sich mit einem guten Ergebnis beim zweiten Rennen am Sonntag in die Winterpause verabschieden.

 

Erharts Teamkollege Chris Höher setzte diese Zielvorgabe gleich perfekt um und konnte sich vom 21. Startplatz aus immer weiter nach vorne kämpfen. Zur Rennmitte übergab er dann aussichtsreich positioniert das Cockpit an Elia Erhart. Dieser musste allerdings gleich zu Beginn seines Stints eine Durchfahrtsstrafe an der Box absitzen. „Wir haben bei unserem Boxenstopp die vorgegebene Mindeststandzeit um zwei Zehntelsekunden unterschritten. Das ist natürlich sehr ärgerlich, denn durch die Strafe hat man in diesem starken Feld einfach keine Chancen mehr vorne hineinzufahren“, so Erhart, der das Rennen letztlich auf dem 21. Platz beendete.

 

„Natürlich hätten wir uns einen besseren Saisonabschluss gewünscht. Im zweiten Rennen waren wir bis zur Strafe auch sehr gut unterwegs. Man erkennt daran aber wieder, wie nahe Glück und Pech im Motorsport einfach zusammenhängen.“

© SMW-MEDIA/Harald Schwarz
© SMW-MEDIA/Harald Schwarz

In der Saison 2017 wird Elia Erhart wieder in der ADAC GT Masters unterwegs sein. Der Röttenbacher wechselt im Vergleich zum Vorjahr allerdings die Marke und wird künftig in der Liga der Supersportwagen einen Audi R8 LMS pilotieren.

 

 

 

 

Erhart komplettiert den Fahrerkader von drei Nachwuchspiloten der Audi Sport racing academy und wird mit seinen 28 Jahren Erfahrung ins Team bringen, von der sicher auch die jungen Fahrer profitieren können. „Ich freue mich sehr, dass mir in dieser Saison die Ehre zu Teil wird, dem Fahrerkader der Audi Sport racing academy anzugehören. Für mich ist dieses neue Engagement eine riesige Chance, sehr viel Neues zu erlernen und die Weichen für meine Zukunft im Motorsport zu stellen. Ich sehe es insgesamt als einen sehr großen und wichtigen Schritt in meiner Karriere an“, erklärt Erhart.

 

Mit der Audi Sport racing academy fördert Audi talentierte Rennfahrer bis 25 Jahren. Im Mittelpunkt stehen in der Saison 2017 dabei vor allem die Rennen zur ADAC GT Masters. Hier wird sich Elia Erhart das Steuer eines Audi R8 LMS mit dem 19-jährigen Nachwuchspilot Chris Höher teilen, der bereits vier Mal den Formel 3-Meistertitel in Österreich gewinnen konnte und zuletzt in der BOSS-GP Serie unterwegs war.

 

„Ich denke, dass wir für die neue Saison gut gerüstet sind und ein wirklich konkurrenzfähiges Paket zusammen haben. Bis zum Auftaktwochenende am 29./30. April 2017 in Oschersleben werden wir noch einige Testkilometer zusammen abspulen“, so Erhart, der damit vor seiner zweiten Saison im ADAC GT Masters steht. Vergangenes Jahr debütierte der Seat Leon Supercopa Meister von 2011 in der hart umkämpften GT3-Rennserie für HB Racing auf einem Lamborghini Huracan. „Die Saison 2016 war für mich ein Lehrjahr, in dem ich sehr viel Erfahrung sammeln konnte. Von Rennen zu Rennen bin ich immer besser zu Recht gekommen und konnte mich kontinuierlich steigern. Diese positiven Eindrücke nehme ich mit in die neue Saison. Vielen Dank an dieser Stelle auch noch einmal an die Mannschaft von HB Racing“, so Erhart.

Die ADAC GT Masters umfasst auch in diesem Jahr wieder sieben Rennwochenenden. Nach dem Saisonauftakt in Oschersleben steht der Lausitzring auf dem Programm. Hier wird man wie im Vorjahr gemeinsam mit der DTM an den Start gehen. Danach folgen mit dem Red Bull Ring und Zandvoort die beiden Gastspiele in Österreich bzw. den Niederlanden. Den Abschluss bilden schließlich die Rennen auf dem Nürburgring, Sachsenring und in Hockenheim.

 

Alle Saisonstationen der ADAC GT Masters werden live im Free-TV vom Fernsehsender Sport1 übertragen.

Elia Erhart 2016 - ADAC GT Masters

(c) Gruppe C Verlag
(c) Gruppe C Verlag

Elia Erhart war des Lobes voll. „Das ist eine richtig gute Serie“, bilanzierte der Röttenbacher nach dem Finale der sieben Rennwochenenden mit je zwei Läufen umfassenden ADAC GT Masters Saison in Hockenheim. „Ich habe mich jedenfalls super gefühlt“, fügte er hinzu.

Er erreichte 2016 mit deinem Team HB Racing WDS Bau den 48. Platz von über 90 Teilnehmenden Fahrern in der Wertung mit 2 Punkten.

 

Freilich sei es für ihn und seinen niederländischen Partner Kelvin Snoeks sowie ihren über 500 PS starken Lamborghini Huracán nichtsdestotrotz ein Lehrjahr gewesen. Was jedoch nichts daran ändert, dass der 28 Jahre alte Röttenbacher in der populären Sportwagenserie, in der sich heuer acht Marken tummelten und es sehr eng zuging, „sehr gut zu Recht gekommen ist“.

Was auch darauf zurückführen ist, „dass wir in den letzten vier Masters-Durchgängen immer nahe an den Topteams und damit auch den ersten zehn Plätzen dran waren, für die es Punkte gibt“. Allerdings gab es mit Ausnahme vom zweiten Rennen auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg keine weiteren Zähler. Das war zum Teil auf ein paar kleine Fehler zurückzuführen, zumal diese ab und zu Strafen nach sich zogen und damit die Fahrt in die Punkteränge vereitelten.

Bestes Beispiel war das spannende Finale in Hockenheim. In der Qualifikation zum ersten Rennen auf dem 4,574 Kilometer langen Kurs fuhr das Duo Erhart/Snoeks auf regennasser Fahrbahn als bester Lamborghini auf einen glänzenden achten Startplatz – so gut waren sie nie zuvor in ihrem ersten Jahr.

Doch das Rennen hatte kaum begonnen, da flog der Niederländer von der Strecke und riss noch zwei Kollegen mit. „Das Auto war danach völlig platt“, schilderte Elia Erhart, „Es war eigentlich alles kaputt, was so kaputt gehen konnte.“ Dahin war die hervorragende Ausgangsposition für die nächsten Punkte.

Über Nacht bauten die Männer des österreichischen HB Racing Teams den schwer beschädigten Huracán wieder auf. Und um Punkt 9 Uhr am Tag darauf war das Auto wieder fahrbereit. „Wir waren mit dem neu aufgebauten Auto gut unterwegs, absolvierten ein paar sehr schnelle Runden“, erklärte Erhart nach dem Qualifying. Doch aufgrund einer Strafe, die der Unfall vom Vortag nach sich zog, musste das Duo Erhart/Snoeks vom letzten Startplatz aus ins Sonntagsrennen gehen.
Elia Erhart hatte sich schon bis auf Platz 18 vorgearbeitet, doch dann entpuppte sich eine PS-starke Corvette als unüberwindbares Hindernis. „Wenn ich das amerikanische Auto in der Kurve überholte, fuhr dieses auf den Geraden wieder vorbei“, erzählte er. Von daher sei nicht mehr als Rang 18 drin gewesen.

„Ansonsten war aber alles gut“, versicherte Elia Erhart. „Nur sind wir leider auch dieses Mal nicht für unsere gute Leistung belohnt worden. Wie zuletzt in Zandvoort, wo der Röttenbacher ganz nahe an den Punkten war, ehe sich ein ungeduldiger Konkurrent rabiat vorbei zwängte, nicht ohne den Lamborghini vorher noch zu rammen.

Aber vorbei ist vorbei: sieben Masters-Durchgänge liegen hinter Elia Erhart, der sich im Verlauf der Saison 2016 kontinuierlich steigerte und schließlich mit dem Auto der Audi-Tochter Lamborghini immer besser klar kam.

Lauf Platzierung
Oschersleben - Lauf 1 28
Oschersleben - Lauf 2 16
Sachsenring - Lauf 3 22
Sachsenring - Lauf 4 -
Lausitzring - Lauf 5 15
Lausitzring - Lauf 6 -
Red Bull Ring - Lauf 7 13
Red Bull Ring - Lauf 8 9
Nürburgring - Lauf 9 20
Nürburgring - Lauf 10 20
Zandvoort - Lauf 11 16
Zandvoort - Lauf 12 11
Hockenheim - Lauf 13 -
Hockenheim - Lauf 14 18

Neue Herausforderung für den fränkischen Rennfahrer Elia Erhart: In

diesem Jahr startet der Porsche Carrera Cup Routinier in seine erste ADAC GT Masters Saison. Zusammen mit seinem neuen Teamkollegen Kelvin Snoeks pilotiert der Franke einen Lamborghini Hurácan GT3 des Teams HB Racing.

 

Aufheulende Motoren, Nervenkitzel auf der Rennstrecke und der starke Geruch

von Benzin – all das hat Elia Erhart während des Winters sehr vermisst. Und

während die ersten anfangen ihren Sommerurlaub zu planen, setzte der 28-Jährige

bereits seine Unterschrift für ein weiteres Motorsportjahr. Diesmal nicht wie

gewohnt im Rahmen der DTM, sondern in der prestigeträchtigen ADAC GT Masters

Serie.

 

Porsche hält weiterhin am langjährigen Carrera Cup Konzept fest – das ADAC GT

Masters boomt. Die begrenzten Fahrerplätze in der Liga der Supersportwagen sind

begehrter denn je. „Mein Plan für 2016 war es, sowohl im Porsche Carrera Cup als

auch im Supercup an den Start zu gehen“, beschreibt Erhart die Lage. „Seitens

Porsche kam es leider zu keiner Einigung“. Dann kam das Angebot aus dem ADAC GT

Masters, zu dem der Röttenbacher nicht „Nein“ sagen konnte. Zusammen mit Kelvin

Snoeks bildet Erhart ein erfolgsversprechendes Gespann im Team HB Racing von

Dietmar Hirsch, das auf eine langjährige Motorsporterfahrung zurückblicken

kann.

 

Der Wechsel ins ADAC GT Masters bedeutet für Elia Erhart den Aufstieg in die

nächste Liga. Das ADAC GT Masters ist das Hauptprogramm der ADAC Masters

Weekends und ist neben der DTM und der Formel 1 eine der beliebtesten

Rennserien. Für besondere Spannung sorgt der Fahrerwechsel während der insgesamt

14 Rennen. Gerade mal 70 Sekunden bleibt den Fahrern, um sich nach einer halben

Stunde das Lenkrad zu übergeben. „Ich bin sehr aufgeregt und gespannt. Für mich

ist viel Neues dabei“, beschreibt Erhart seine Vorfreude. „Zum ersten Mal teile

ich mir ein Cockpit mit einem zweiten Fahrer. Jetzt zählt nicht nur fahrerisches

Können, sondern auch Teamgeist“. Mit dem Lamborghini-Junioren Kelvin Snoeks wird

dem Franken ein talentierter Co-Pilot zur Seite gestellt. Das Kampfgerät der

Beiden: Ein Lamborghini Hurácan GT3. Im Vergleich zu Erharts Cup Porsche aus den

letzten vier Jahren überzeugt der italienische Supersportwagen vor allem mit

seiner leistungsstarken 500-PS-Power und einer windschnittigen Aerodynamik. Um

in den Duellen mit Corvette, Bentley, BMW und Co zu bestehen, unterstützen die

beiden ADAC GT Masters Routiniers Jaap van Lagen und Norbert Siedler das Duo

Erhart/Snoeks im zweiten HB Racing Lamborghini.

 

Die Rennen des ADAC GT Masters werden in drei Ländern ausgetragen. Nicht

dabei: Der fränkische Norisring. Alle Erhart-Fans sollten trotzdem nicht traurig

sein: „Dass der Norisring nicht im Rennkalender des GT Masters liegt, ist sehr

schade“, bedauert Elia Erhart. „Das bedeutet jedoch nicht, dass ich in meiner

Heimat nicht an den Start gehen werde.“ Derzeit befindet sich der Mittelfranke

in weiteren Gesprächen für mehr Rennaction – auch weit über das ADAC GT Masters

hinaus.

 

„Ich danke meinen langjährigen Partnern, die immer hinter mir stehen, mich

unterstützen und die mir jetzt diese tolle, neue Chance ermöglichen“, so der

Mittelfranke. „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung. Es wird ein

hartes Jahr werden aber ich werde mein Bestes geben.“

 

Alle Rennen des ADAC GT Masters werden vom privaten Fernsehsender Sport 1

live übertragen.

 

Für Erhart beginnt jetzt die harte Zeit der Vorbereitungsphase ehe es Mitte

April beim erst Lauf in Oschersleben (15.-17. April) in der Magdeburger Börde

ernst wird. Und auch sein alter Arbeitsplatz, der Porsche Carrera Cup wird mit

dabei sein: Als Rahmenprogramm des ADAC GT

 

© Gruppe C Verlag

Elia Erhart 2015 PCCD

(c) Gruppe C
(c) Gruppe C

Turbulenter Saisonabschluss in Hockenheim. Beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring musste Elia Erhart trotz toller Saisonleistung einen kleinen Dämpfer hinnehmen.

Durchweg positiv reiste Erhart zum letzten Rennwochenende der Saison 2015 auf dem Hockenheimring an. „Wir haben von Rennen zu Rennen deutliche Fortschritte gemacht“, erklärte der Röttenbacher im Vorfeld. „Eine Top-10-Platzierung ist ganz klar mein Ziel.“
Dass ihm bereits im Qualifying ausgerechnet sein Teamkollege einen Strich durch die Rechnung machen würde, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Zuversichtlich ging der 27-Jährige in das Zeittraining am Samstagmittag, doch bereits im ersten Viertel des 35-minütigen Qualifyings kollidierte der Mittelfranke unverschuldet mit seinem Teamkollegen. „Eine wirklich überflüssige und unnötige Aktion in einem Trainingslauf, die uns jetzt natürlich den kompletten Plan durcheinandergebracht hat. Mehr als Startplatz 20 war dann leider nicht mehr möglich“, kommentierte er die Kollision.
Bei kühlen 9 Grad Außentemperatur war das Ziel für das Samstagsrennen klar gesteckt: Plätze gut machen, um sich mindestens eine Top-15-Platzierung zu sichern. Als die Ampeln auf Grün schalteten, erwischte er einen guten Start und konnte sich bereits nach wenigen Metern deutlich nach vorne absetzen. Auf Platz 14 liegend versuchte er sich noch weiter nach vorne zu arbeiten, wobei er zum wiederholten Male auf seinen Teamkollegen traf, dieser ließ Erhart beim Einbiegen in die Spitzkehre keinen Platz, wodurch beide erneut kollidierten. Kurz darauf musste der Mittelfranke seinen Porsche in der Box abstellen. „Das Auto war einfach zu stark beschädigt“, berichtete er später.
Die Mechaniker hatten einiges zu tun, um das Auto mit der Startnummer 16 für das Rennen am Sonntag wieder startklar zu bekommen. „Meine Mechaniker haben, wie so oft in dieser Saison, einen tollen Job gemacht“, kommentierte der Porsche-Pilot die Leistung seines Teams TECE MRS-Racing. Das Sonntagsrennen begann für Erhart ähnlich gut, wie am Tag zuvor und er konnte sich bereits am Start an einigen seiner Konkurrenten vorbei kämpfen. Doch gleich in der ersten Runde musste dann das Safety-Car ausrücken, wodurch das Feld wieder näher zusammenrückte. „Danach habe ich drei Runden lang mit einem Kontrahenten gekämpft“, so Erhart. „Als ich dann an ihm vorbei wollte, bin ich leider von der Strecke abgekommen, was mich wertvolle Positionen gekostet hat.“ Im 17. Wertungslauf konnte sich der Röttenbacher trotz des missglückten
Überholmanövers Platz 16, weitere Meisterschaftspunkte und Platz 14 in der Gesamtwertung sichern. „Natürlich schade, dass wir beim letzten Rennwochenende nicht nochmal unter die Top-10 fahren konnten, aber trotzdem bin ich sehr stolz auf das, was wir in dieser Saison erreicht haben“, erklärt Erhart. „Besonders möchte ich dabei meinen Partnern, Sponsoren und Freunden danken, die mich immer so großartig unterstützt haben, ohne sie wäre das alles nicht möglich“, so der 27-Jährige weiter.

Lauf Punkte
Hockeheim I - Lauf 1 0
Hockeheim I - Lauf 2 0
Nürbuergring - Lauf 3 (24 H) 0
Lausitzring - Lauf 4 1
Lausitzring - Lauf 5 1
Norisring - Lauf 6 6
Norisring - Lauf 7 2
Zandvoort - Lauf 8 3
Zandvoort - Lauf 9 0
Spielberg - Lauf 10 8
Spielberg - Lauf 11 14
Oschersleben - Lauf 12 7
Oschersleben - Lauf 13 0
Nürburgring - Lauf 14 0
Nürburgring - Lauf 15 2
Hockeheim II - Lauf 16 DNF
Hockeheim II - Lauf 17 2
 Rang 14 46 Gesamt
(c) Volker Lange
(c) Volker Lange

Auch im Motorsportjahr 2015 geht Elia Erhart im Porsche Carrera Cup Deutschland an den Start. Mit altem Team und neuen Teamkollegen sollen Platzierungen unter den Top 10 erreicht werden.






Auf den fränkischen Porsche-Piloten und seine Markenpokalkollegen warten in der kommenden Saison insgesamt neun Rennwochenenden. Außer beim 24-Stunden Rennen auf dem Nürburgring, werden wie schon in den letzten Jahren zwei Wertungsläufe pro Wochenende gefahren und im Rahmen der DTM ausgetragen.

Alte Bekannte – Neue Kollegen

Bereits im letzten Jahr ging Elia Erhart mit dem TECE MRS-Racing Team, rund um Karsten Molitor und Iris Dorr, im schnellsten Markenpokal Deutschlands an den Start. „Wir hatten uns hohe Ziele gesetzt die wir leider noch nicht zusammen erreichen konnten“, resümiert der junge Röttenbacher die letzte Saison. Die Zielsetzungen für das kommende Jahr sind klar: bessere Qualifyingergebnisse und Platzierungen unter den Top 10. „Elia hat auf jeden Fall die Chance vorne mitzufahren wenn das Qualifying passt“, erklärt Teamchef Karsten Molitor. Neben dem 26-jährigen Mittelfranken nehmen noch zwei weitere Fahrer Platz in einem MRS Porsche. Christian Engelhart, der am Ende der letzten Saison auf Platz drei der Gesamtwertung im Porsche Carrera Cup stand und Richard Goddard, der vorher im Formel-Sport unterwegs war. Die Winterpause nutzt das Team aus Lonsee bereits um an mehreren Rennen teilzunehmen. Unteranderem startete die TECE MRS-Crew mit Elia Erhart beim 24-Stunden-Rennen in Dubai, wo gute Ergebnisse in der Cup Klasse erreicht werden konnten. „Das Training im und außerhalb vom Auto ist für mich sehr wichtig um in dieser Saison konkurrenzfähig zu sein“, erklärt Erhart.

Der Rennkalender 2015 – Alles neu in der DTM

Die Saison für die Porsche-Piloten startet traditionell am ersten Maiwochenende im Rahmen der DTM auf dem Hockenheimring. Die DTM-Fans dürfen sich in diesem Jahr über noch mehr Renn-Action freuen, denn der Kalender für die neue Saison umfasst neun Wochenenden mit jeweils einem Rennen am Samstag und Sonntag. „Für die Zuschauer eine tolle Änderung, die die DTM und damit auch die Rahmenserien wie den Carrera Cup wieder interessanter macht“, kommentiert Erhart die Neuerung. Nach dem Saisonstart in Baden-Württemberg geht es für die Markenpokal-Piloten auf den Nürburgring, wo der Carrera Cup im Rahmen des 24-Stunden-Rennens startet und von dort aus im Mai auf den Lausitzring. Nach einer fast vier wöchigen Pause steht dann der Saisonhöhepunkt Norisring bevor. „Natürlich freue ich mich sehr, auch in diesem Jahr wieder vor heimischen Publikum an den Start zu gehen“, erklärt Elia Erhart. Danach folgen zwei Auslandsrennen in Zandvoort und Spielberg, bevor es dann im September nach Oschersleben und zurück auf den Nürburgring geht. Mitte Oktober findet die Saison ihren Abschluss wieder auf dem Hockenheimring, wo alles im Mai beginnt.

Elia Erhart 2014 PCCD

(c) Olaf Großhauser
(c) Olaf Großhauser

Glückloses Wochenende auf dem Sachsenring (19.-21.09.2014)


Am letzten Wochenende gastierte der Porsche Carrera Cup Deutschland im Rahmen der ADAC GT Masters auf dem Sachsenring. Für Elia Erhart verliefen die Wertungsläufe 15 und 16 nicht wie geplant.

 

Den knapp 3,6 Kilometer langen Traditionskurs kannte Elia Erhart zwar aus dem Volkswagen Polo Cup, dass die Strecke mit einem Porsche 911 GT3 Cup doch schwieriger zu fahren sein würde, wusste der Röttenbacher aber bereits vorher. „Der Kurs ist anspruchsvoll und wird eine echte Herausforderung“, erzählte Erhart vor dem Rennwochenende.

 

Das auf 60 Minuten angesetzte freie Training am Freitag musste, nach einem Unfall und der Beschädigung der Streckenbegrenzung, bereits nach knapp 25 Minuten abgebrochen werden. Um den Porsche-Piloten trotzdem die Möglichkeit zu bieten, den Kurs noch besser kennen zu lernen, setzte die Rennleitung ein zweites freies Training für den Freitagabend an. Um kurz nach sechs hatte Elia Erhart nochmal die Chance sich im Porsche mit dem Kurs bekannt zu machen.
Bereits um 8:40 Uhr wurde am Samstag das Qualifying ausgetragen. Relativ früh entschieden sich Elia Erhart und sein Team dazu, die Reifen zu wechseln. Wieder auf der Strecke musste der junge Röttenbacher dann aber vier Runden unter „gelb“ fahren. „Nach dieser Phase hatten die Reifen einfach schon wieder so abgebaut, dass es nicht möglich war, noch eine schnellere Rundenzeit zu fahren“, bilanzierte er nach dem unglücklichen Zeittraining.

 

Wie schon beim letzten Rennen auf dem Lausitzring musste sich der Porsche-Pilot deshalb auch diesmal mit Platzierungen im hinteren Drittel zufrieden geben. Am Samstagabend ging es dann für ihn bei leichtem Nieselregen von Platz 29 aus in den 15. Wertungslauf. Am Start erwischte der Mittelfranke eine Lücke und konnte dadurch einige Positionen gut machen, die er dann leider nach einem „Verbremser“ wieder hergeben musste. „Ich war einfach zu vorsichtig und mir fehlte das Vertrauen in mein Auto“, kommentierte ein sichtlich niedergeschlagener Elia Erhart später. „Viel mehr wäre für uns unter diesen Bedingungen nicht drin gewesen“, so Erhart weiter. Am Ende reichte es nur für einen 31. Platz.

 

Von Position 31 startete er am Sonntag in das drittletzte Rennen dieser Saison. Bereits kurz nach dem Start traf ihn allerdings einer seiner Markenpokal-Kollegen so stark an der linken Hinterseite des 460 PS starken Porsche 911 GT3 Cup, dass diese in Fetzen hing. „Das war natürlich der schlechtmöglichste Start in diesen Wertungslauf“, erzählte Erhart. „Danach ging es eigentlich nur noch darum Schadensbegrenzung zu betreiben“, so der 26-jährige weiter. Das Rennen konnte der junge Mittelfranke zwar noch zu Ende fahren, mehr als Platz 28 war aber nicht möglich.


„Jetzt heißt es für den Hockenheimring nochmal Kräfte sammeln und angreifen“, erklärt Erhart. Auf dem Traditionskurs in Baden Württemberg findet vom 17. – 19. Oktober der Saisonabschluss statt.

Elia Erhart 2013 PCCD

Rennen Norisring

Elia Erhart beim Heimspiel in den Top-10

Mit einer Verbesserung von Platz 19 bis auf den zehnten Rang sicherte sich Elia Erhart im Sonntagsrennen des Porsche Carrera Cup auf dem Norisring eine Top-10 Platzierung. Zwischen den Rennen sammelte er zusammen mit dem Motorsport Club Nürnberg zudem mehr als 2500 Euro für das betroffene Hochwassergebiet in Deggendorf.Das Rennen rund um den Dutzendteich ist für Elia Erhart ohne Zweifel das absolute Saisonhighlight.

Der 25-Jährige lebt im nur etwa 30 Kilometer von Nürnberg entfernten Röttenbach. „Die Unterstützung, die ich hier von den Rängen bekomme, ist einzigartig“, freute sich der Lokalmatador, der mehr als 400 Gäste bei seinem Heimrennen begrüßte. Zum ersten Mal auf die Strecke ging es für ihn dann in der einstündigen Trainingssitzung am Freitag. Nach Ablauf der Zeit belegte der Porsche-Pilot den 13. Rang. „Von der Position her ist noch Potenzial da. Ich bin aber zuversichtlich, dass ich eine weitere Verbesserung in den nächsten Läufen zeigen kann.“Im Qualifying am Samstagmittag wurden dann die Startpositionen für die beiden Rennen bestimmt. Elia Erhart kam nicht optimal zurecht und landete nur auf dem 19. Rang. „Mit diesem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden“, berichtete er im Anschluss und suchte gleichzeitig nach Ursachen: „Im Vergleich zum freien Training konnte ich deutlich später auf das Gas gehen, bis zum Rennen müssen wir also noch ein bisschen an der Fahrzeug-Abstimmung arbeiten.“Im ersten Wertungslauf am Samstagabend gab Elia Erhart alles, um möglichst viele Plätze nach vorne zu kommen. „Ich musste im Durcheinander am Start aber leider ein paar Mal vom Gas gehen und konnte keine Plätze gewinnen“, schilderte er. In den nächsten Runden gelang es ihm dafür, bis auf den 15. Platz zu kommen. Für weitere Überholmanöver kam die Ziellinie nach 25 Minuten dann allerdings zu früh. „Für Rang 15 gibt es immerhin einen Meisterschaftspunkt. Die Änderungen am Auto sind auf jeden Fall ein Fortschritt.“Besser sollte es für Elia Erhart erst im zweiten Rennen am Sonntag laufen. Diesmal war der fränkische Rennfahrer der Gewinner der Startphase. Schon in der ersten Runde konnte er viele Positionen gewinnen und kämpfte sich schnell bis auf den zehnten Rang. Besonders spannend wurde es in den letzten Runden: Vor den Augen der 126.000 angereisten Zuschauer setzte er seinen Vordermann gehörig unter Druck. „Ich habe wirklich alles gegeben und konnte mich einmal sogar neben ihn platzieren, leider hat es nicht ganz gereicht.“ Nach 37 Rennrunden überquerte der junge Mittelfranke die Ziellinie auf dem zehnten Rang. „Mit meiner Leistung bin ich zufrieden, ich war wesentlich schneller unterwegs als im Qualifying. Schade, dass ich vom 19. Platz starten musste, sonst wäre deutlich mehr möglich gewesen.“Große Aufmerksamkeit zog Elia Erhart auch neben der Strecke auf sich: Zusammen mit dem Motorsport Club Nürnberg hatte er sich eine einzigartige Spendenaktion einfallen lassen. Gegen einen Beitrag von fünf Euro für den Wiederaufbau der Jugendverkehrsschule Deggendorf, an der während der Hochwasserkatastrophe ein Schaden von über 150.000 Euro entstanden ist, durften die Besucher auf seinem Renntaxi unterschreiben. Insgesamt kamen mehr als 2500 Euro zusammen. „Die Aktion war ein voller Erfolg“, zeigte er sich zufrieden.Nach dem Saisonhighlight beginnt nun die Sommerpause im Porsche Carrera Cup. Erst in fünf Wochen werden auf dem Nürburgring die nächsten beiden Rennen ausgetragen. „Dort greife ich wieder an“, zeigt sich Elia Erhart kämpferisch.

Rennen Lausitzring

Glücklose Rennen in der Lausitz

Rundenzeiten bestätigen die letzten Top-10-Ergebnisse Mit dem elften Platz im sechsten Saisonlauf des Porsche Carrera Cup verpasste Elia Erhart am Wochenende auf dem Lausitzring ein Top-10-Ergebnis nur knapp.

Seine Aufholjagd im zweiten Rennen wurde von einer unglücklichen Strafe abrupt beendet, nach 24 Umläufen belegte er trotzdem noch den 15. Rang. Strahlender Sonnenschein, 25 Grad Lufttemperatur und keine Regenwolke in Sicht – die Bedingungen für das vierte Rennwochenende des schnellsten deutschen Markenpokals hätten nicht besser sein können. Mit dem zehnten Platz im freien Training war Elia Erhart zufrieden. Spannend werden sollte es dann bereits im Qualifying, bei dem er sich die Startpositionen 11 (Samstag) und 16 (Sonntag) sicherte. Der erste Wertungslauf stand am Samstagnachmittag auf dem Programm. In der ersten Kurve entschied sich Elia Erhart für die Außenbahn - die etwas längere Linienwahl sollte sich aber auszahlen. Es gelang ihm so, gleich zwei Mitbewerber zu überholen. Die gewonnenen Positionen musste er im Startgetümmel jedoch wieder hergeben. In den nächsten Umläufen ließ der Porsche-Fahrer nichts anbrennen und fuhr in einem fehlerfreien Rennen den elften Platz sicher nach Hause. „Das war ein hartes Stück Arbeit, da wir speziell zum Ende hin Probleme bei der Kurvenausfahrt hatten“, erläuterte der junge Mittelfranke. Gemeinsam mit seinen Ingenieuren wurde bei der Datenauswertung entschieden, ein paar Änderungen an der Fahrwerksabstimmung seines 450 PS starken Rennfahrzeugs vorzunehmen. „Damit sollten wir auch von Position 16 aus einen großen Sprung machen können“, blickte er auf den zweiten Wertungslauf voraus. Die vorgenommenen Änderungen sollten sich im Sonntagsrennen als richtige Entscheidung erweisen. Nachdem Elia Erhart in der Anfangsphase auf dem Kühlwasser eines Konkurrenten ausrutschte und bis auf den 18. Platz zurück fiel, räumte er das Feld von hinten auf. „Ich konnte im Mittelfeld schnell viele Positionen gewinnen“, beschrieb der 25-Jährige den Verlauf. Bis zur Rennhalbzeit hatte er sich wieder auf den zwölften Platz verbessert. Mit den Top-10 im Blick wurden ihm dann jedoch schlechte Nachrichten von der Rennleitung überbracht. Wegen zu schnellen Fahrens unter gelben Flaggen musste der Aust-Motorsport-Pilot einmal durch die Boxengasse fahren. „Natürlich bin ich an der Unfallstelle vom Gas gegangen“, erklärt er die Hintergründe. „Da ich in den Runden davor durch meine Überholmanöver aber etwas langsamer war, sah es auf dem Zeitnahme-Bildschirm so aus, als hätte ich nicht abgebremst.“ Nach seiner Strafe gab er sein bestes und sicherte sich für den 15. Platz immerhin noch drei Meisterschaftspunkte. „Die Ergebnisse an diesem Wochenende zeigen leider nicht, was wirklich möglich war“, bilanzierte Elia Erhart. „Schon im Qualifying hätten wir es ohne die Probleme in die Top-10 geschafft. Kleine Rückschläge gehören im Motorsport aber dazu, wegen der guten Geschwindigkeit im zweiten Rennen bin ich mit der Gesamtsituation auch absolut zufrieden. Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Potenzial in den nächsten Rennen umsetzen können.“ In der Gesamtwertung belegt Elia Erhart nach sieben der insgesamt 17 Rennen jetzt den 13. Platz. In vier Wochen steht für ihn bereits das absolute Saisonhighlight an: Bei seinem Heimrennen auf dem Nürnberger Norisring möchte er wieder ein Ausrufezeichen setzen. „Der Zuspruch von den Zuschauern dort ist der Wahnsinn. Das gibt es auf keiner anderen Strecke“, schwärmt der Rennfahrer, der im rund 30 Kilometer von Nürnberg entfernten Röttenbach zu Hause ist.

Rennen Spielberg

Erfolgreiches Wochenende in Österreich:

Elia Erhart zwei Mal in den Top-10Auf dem Red Bull Ring in Spielberg feierte Elia Erhart sein bisher erfolgreichstes Wochenende im Porsche Carrera Cup. Mit dem siebten Platz am Samstag und Rang zehn im Regenrennen am Sonntag sicherte sich der junge Mittelfranke gleich zwei Top-10-Ergebnisse.

Schon im Vorfeld des ersten Auslandsrennens der Saison hatte Elia Erhart ein gutes Gefühl: „Ich freue mich auf die abwechslungsreiche Strecke in Österreich, der Kurs sollte meinem Fahrstil entgegen kommen.“ Die große Unbekannte sollte jedoch das Wetter werden, denn für das ganze Wochenende waren starke Regenfälle angekündigt worden. Die Trainingssitzung am Freitag nutzte das fränkische Talent, das mit seinem 450 PS starken Porsche zum ersten Mal auf nasser Strecke in Spielberg unterwegs war, um sich an den 4,3 Kilometer langen Alpenkurs zu gewöhnen.Zur Freude der zahlreich angereisten Zuschauer zeigte sich am Samstagmorgen kurz vor dem Zeittraining die Sonne. Beste Bedingungen also für Elia Erhart, der auf dem abgetrockneten Kurs sein bestes Porsche-Qualifying ablieferte. Im ersten Teil hatte der 25-Jährige keine Probleme, unter die besten 15 zu kommen und sich damit für den zweiten Abschnitt zu qualifizieren. Im Top-15-Qualifying sicherte er sich dann die Startplätze sieben (Sonntag) und neun (Samstag). „Mit dieser Ausgangslage bin ich sehr zufrieden“, freute er sich im Anschluss. „Vielleicht geht es ja in den Rennen sogar noch ein bisschen weiter nach vorne.“Als der Start zum vierten Rennen der Saison am Abend freigegeben wurde, kam Elia Erhart zunächst nicht optimal von der Stelle und musste sich einem Konkurrenten geschlagen geben. „Eigentlich gehört der Start zu meinen Stärken, dieses Mal hat das Zusammenspiel zwischen Gas und Kupplung jedoch nicht perfekt funktioniert“, erklärte er. Doch schon ab der zweiten Kurve stellte er den Anschluss zu seinem Vordermann her und zog in der Anfangsphase wieder an ihm vorbei. Im weiteren Verlauf kam der Youngster bis auf den siebten Rang nach vorne und war nach dem Zieleinlauf dementsprechend glücklich: „Nach dem schwachen Start wurde es ein umso besseres Rennen. Ich habe mir damit viele wertvolle Punkte für die Meisterschaft gesichert.“In der Nacht zum Sonntag öffneten sich die Wolken wieder und sorgten für eine nasse Fahrbahn im zweiten Wertungslauf. Dieses Mal erwischte Elia Erhart einen perfekten Start und kämpfte sich in der Anfangsrunde bis auf den fünften Platz. „Ich bin wirklich gut ins Rennen gekommen“, kommentierte er. „Mein Ingenieur hat sich am Funk gemeldet und gesagt, dass ich sogar den Abstand auf meine Vorderleute verkürze.“ Davon motiviert versuchte der Aust-Motorsport-Pilot noch stärker anzugreifen, ging bei der Anfahrt auf eine schnelle Kurve jedoch etwas zu spät auf die Bremse. Durch seinen Ausflug ins Kiesbett fiel er auf den zwölften Rang zurück. „Natürlich ist das ärgerlich, aber bei solchen Bedingungen fährst du permanent am Limit und musst ein gewisses Risiko eingehen – das ist Motorsport.“ In der Schlussphase arbeitete er sich schließlich noch bis auf den zehnten Rang zurück. Durch die beiden Top-10-Ergebnisse wurde die Veranstaltung in Österreich zu seinem bisher erfolgreichsten Wochenende im Porsche Carrera Cup.„Insgesamt bin ich sehr zufrieden, auch wenn ohne meinen Fehler der fünfte Platz möglich gewesen wäre“, bilanzierte Elia Erhart. „Mein Dank geht an mein Team Aust Motorsport, das mir ein wirklich perfekt vorbereitetes Auto zur Verfügung gestellt hat.“ Schon in zwei Wochen möchte er an die Leistung aus Spielberg anknüpfen. Dann stehen auf dem Lausitzring die nächsten beiden Wertungsläufe im Porsche Carrera Cup Deutschland auf dem Programm.

Rennen Nürbugring - Nordschleife

Starke Aufholjagd auf der Nürburgring-Nordschleife

Beim dritten Wertungslauf des Porsche Carrera Cup glänzte Elia Erhart mit einer starken Aufholjagd. Auf der anspruchsvollsten Strecke der Saison gewann er im Rennen neun Positionen und überquerte die Ziellinie auf dem 20. Rang von insgesamt 32 Teilnehmern.

73 Kurven, 18 Prozent Steigung, 290 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit und 25,4 Kilometer Streckenlänge – schon diese Zahlen zeigen, dass die Nürburgring-Nordschleife eine ganz besondere Strecke ist. Auch Elia Erhart reiste an diesem Wochenende in die Eifel, um am nächsten Wertungslauf in Deutschlands schnellstem Markenpokal teilzunehmen. Im Gegensatz zu vielen seiner 31 Konkurrenten verfügt der Röttenbacher aber über verhältnismäßig wenig Erfahrung in der „Grünen Hölle“, wie der anspruchsvolle Kurs unter Motorsport-Fans bekannt ist. Die Trainingssitzung am Freitag und das Qualifying am Folgetag nutzte er erfolgreich, um seine Streckenkenntnisse zu verbessern und fuhr die 29. Startposition heraus.Vor der beeindruckenden Kulisse von 210.000 Zuschauern rund um die Nordschleife wurde das Rennen dann am Sonntagmittag bei guten Bedingungen gestartet. Mit einer Länge von über 100 Kilometern sollte dieser Wertungslauf der Längste der Saison werden. Als die Startampel auf Grün schaltete, reagierte Elia Erhart blitzartig und konnte bis zur ersten Kurve bereits drei Fahrzeuge überholen. „Ich bin sehr gut von der Stelle gekommen“, berichtete der Youngster im Anschluss. „Als es dann auf die Nordschleife ging, habe ich versucht, die perfekte Mischung aus Risiko und Sicherheit zu finden.“ Eine clevere Taktik, die sich auszahlen sollte.Elia Erhart startete eine Aufholjagd und verbesserte seine Position Runde für Runde. Ohne einen einzigen Fehler arbeitete er sich im internationalen Feld nach vorne. Zudem profitierte er davon, dass einige Mitbewerber auf der Strecke etwas übermütig zur Sache gingen und wertvolle Zeit verloren. Nach vier absolvierten Runden ging Elia Erhart als 20. über die Ziellinie. „Neun Positionen gewinnt man nicht in jedem Rennen“, freute er sich nach dem Fallen der Zielflagge. „Besonders in den letzten Runden war es durch das viele Kühlwasser auf der Strecke ein hartes Stück Arbeit.“Zufrieden mit der Leistung seines Fahrers war Teamchef Frank Aust: „Wichtig ist, dass Elia auf dem schwierigen Kurs auch nicht nur einen einzigen Fehler gemacht hat“, kommentierte er und fügte erfreut hinzu: „Sein Auto sieht aus wie neu.“ „Natürlich ist ein 20. Platz unter normalen Umständen nicht mein Ziel“, erklärte Elia Erhart nach dem Wochenende. „Auf dieser besonderen Strecke geht das aber vollkommen in Ordnung.“ Positiv gestimmt ist er für die nächsten Rennen: „Auf den klassischen Sprint-Kursen kenne ich mich wieder sehr gut aus – da werden wir sicherlich deutlich weiter vorne zu finden sein“, lautet sein optimistischer Ausblick.Weiter geht es für ihn schon in zwei Wochen, wenn in Österreich das erste Auslandsrennen der Saison auf dem Programm steht. Auf dem Red Bull Ring in der Steiermark werden die Wertungsläufe Nummer vier und fünf des schnellsten deutschen Markenpokals ausgetragen. Nach dem Zwischenstopp auf dem Lausitzring zwei Wochen später findet Mitte Juli dann auch endlich sein Heimspiel auf dem Nürnberger Norisring statt.„Darauf freue ich mich jetzt schon!“, vermeldet Elia Erhart.

Rennen Hockenheim

Elia Erhart mit unglücklichem Saisonauftakt

Die Ausgangsposition ist gutFür Elia Erhart verlief der Saisonauftakt des Porsche Carrera Cup auf dem Hockenheimring nicht nach Plan. Nach guter Leistung im Training wird sein Porsche bei einem Unfall im ersten Rennen so stark beschädigt, dass er das Wochenende vorzeitig beenden muss. Trotzdem nimmt der junge Mittelfranke viele positive Erkenntnisse mit in die weitere Saison.

Mit großer Vorfreude war Elia Erhart am Wochenende an den Hockenheimring gereist. Auf der Rennstrecke im Norden Baden Württembergs fand der Auftakt seiner zweiten Saison im Porsche Carrera Cup statt. In der Trainingssitzung am Freitag kam er sofort gut zurecht und landete auf der 13. Position. Damit war der 24-Jährige, der an diesem Wochenende zum ersten Mal im Porsche für sein neues Team Aust Motorsport an den Start ging, zufrieden: „Im freien Training ist die Position eher zweitrangig – wichtig war, dass ich ein sehr gutes Gefühl im Auto hatte und viele Erkenntnisse erzielen konnte.“Im Qualifying am Samstagmittag sorgten starke Regenfälle für schwierige Bedingungen. Elia Erhart, der noch wenig Erfahrung mit dem Porsche im Regen hat, erreichte unter den 35 Fahrzeugen immerhin die 20. Startposition. Kurz nach dem Zeittraining verzogen sich die Wolken und strahlender Sonnenschein trocknete die Fahrbahn bis zum Rennen komplett ab. Als die Startampel auf Grün schaltete, arbeitete sich das fränkische Talent Stück für Stück durch das Feld und lag nach drei Runden bereits auf der 15. Position. „In den ersten Runden lief es wirklich super“, berichtete er im Anschluss. Doch kurz nach Rennhalbzeit kam der Rückschlag: „Mein Auto war von einer Kollision in der Anfangsphase leicht beschädigt“, erklärt der Youngster. „Als ich aus der letzten Kurve kam, bin ich leider sehr hart auf die Randsteine gekommen und konnte den Unfall nicht mehr verhindern.“Beim Einschlag in die Boxenmauer wurde der 450 PS starke Porsche von Elia Erhart stark beschädigt. Nach eingehender Untersuchung des Ingenieurs und der Mechaniker wurde gemeinsam entschieden, dass eine Reparatur an der Rennstrecke nicht möglich war. Zum ersten Mal überhaupt musste er also das Rennen am Sonntag als Zuschauer verfolgen: „Das war einer der schwierigsten Momente in meiner Karriere“, gab er ehrlich zu.Trotz des Rückschlags stimmen Elia Erhart und das Team die Ereignisse vom Saisonauftakt zuversichtlich für den weiteren Verlauf der Saison. „Mein Porsche war im Training und am Anfang des Rennens optimal eingestellt“, bilanziert Elia Erhart und lobt explizit sein Team Aust Motorsport: „Die Ingenieure und Mechaniker haben einen wirklich perfekten Job gemacht.“ Auf die erfahrene Mannschaft aus Rietberg kommt nun viel Arbeit zu: „Wir werden in der nächsten Woche den Porsche komplett neu aufbauen“, erklärt Teamchef Frank Aust. „Aber keine Sorge - bis zum nächsten Rennen ist er wie neu!“Chance, sein Talent wieder unter Beweis zu stellen, bekommt Elia Erhart bereits in zwei Wochen. Auf der Nürburgring-Nordschleife steht dann der dritte Meisterschaftslauf des Porsche Carrera Cup auf dem Programm. Ausnahmsweise findet das Rennen nicht im Rahmenprogramm der DTM, sondern des ADAC 24-Stunden-Rennens statt. Wie schon in den vergangenen Jahren rechnen die Veranstalter wieder mit der Unterstützung von deutlich mehr als 200.000 Besuchern.

Fotos: Jörg Herlein